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Die Digitalisierung der Arbeitswelt

Die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft ist auf Rekordkurs. Dienstleister und Technologieunternehmen sind mit Aufträgen eingedeckt und laut Auswertung des interaktiven Wirtschaftsklimas im Herbst 2015 der iBusiness-Redaktion werden die Geschäftserwartungen so optimistisch bewertet wie seit 5 Jahren nicht mehr. So überflügelt der Wirtschaftsindex der digitalen Wirtschaft sowie der Index zur eigenen Umsatzentwicklung im Frühjahr deutlich den IFO-Geschäftsklimaindex, der die Wirtschaftserwartungen in der deutschen Gesamtwirtschaft widerspiegelt.

Festhalten kann man, dass das Thema Digitalisierung zu einer stark gestiegenen Investitionsbereitschaft in allen Wirtschaftsbereichen führt. Verantwortlich dafür ist stark foranschreitende Digitalisierung der deutschen Wirtschaft. In einer Studie des Unternehmens PricewaterhouseCoopers zu Industrie 4.0 werden bis 2020 insgesamt 200 Milliarden Euro in die vollständige Digitalisierung der Wertschöpfungskette der deutschen Industrie investiert.

In einer aktuellen Untersuchung von Ernst & Young zeigt sich zudem, dass mehr als 50% aller Unternehmen in Deutschland aufgrund der Digitalisierung bereits Änderungen am eigenen Geschäftsmodell vorgenommen haben. Beeinflusst wird das von neuen Technologien, die zu einem geänderten Kundenverhalten führen, sowie einer Vielzahl an Wettbewerbern, die auf den Markt kommen. Von der rasend schnellen Digitalisierung sind zunehmend deutsche Betriebe betroffen: Nahezu  jedes 2. deutsche Unternehmen geht davon aus, dass das eigene Geschäftsmodell aufgrund der Digitalisierung in Frage gestellt wird.

Neue Technologien wichtigster Auslöser für Veränderungen des Geschäftsmodells

Neue Technologien 29%
Neue Wettbewerber 18%
Verändertes Kaufverhalten der Kunden 18%
Entstehung / Erschließung neuer Absatzmärkte 16%
Kosten- / Margendruck 13%
Konjunkturentwicklung 8%
Wegbrechen alter Absatzmärkte 8%

Wenngleich bisher besonders Medien- und Telekommunikationsunternehmen, sowie die Automobilbranche betroffen sind, sind Anwendungen für die Industrie 4.0 in der produzierenden Industrie stark im Zuwachs. Rund 2/3 der Unternehmen sind bereits aktiv mit der Vernetzung und Digitalisierung der Wertschöpfungskette beschäftigt, z.B. mit einem Rechnungsprüflauf oder dem Austausch von Produktionsdaten. Anhand der Untersuchung gehen über 80 Prozent der befragten Unternehmen von einem hohen Digitalisierungsgrad ihrer Wertschöpfungskette aus.

Das Spektrum der Digitalisierung reicht von der Kommunikation und Interaktion mit den Kunden, der grundlegenden Umwälzung operativer Geschäftsabläufe bishin zur Einbindung der Mitarbeiter. Wenn Unternehmen grundsätzlich große Anstrengungen unternehmen und alle Leistungs- und Servicebereiche entlang der digitalen Wertschöpfungskette ausrichten, können sie wettbewerbsfähig bleiben.

In diesem Jahr werden durchschnittlich 29 Mio. Euro pro Unternehmen an geplanten Investitionen in die Digitalisierung investiert – das sind 1% des Umsatzes. Hochgerechnet auf alle Unternehmen mit mindestens 10 Millionen Euro Umsatz stehen in diesem Jahr Investitionen in die Digitalisierung der Geschäftsmodelle von 41 Milliarden Euro an. Bei gut jedem dritten befragten Unternehmen verhindern diverse Faktoren – finanzielle Engpässe, fehlendes Know-how oder fehlendes Fachpersonal – höhere Investitionen in die Digitalisierung des eigenen Geschäfts.

Gerne erstellen wir mit Ihnen ein Konzept zur Digitalisierung Ihrer Unternehmensprozesse, ganz ohne Investitionen – aber auf Basis unserer langjährigen Expertise!

 

Quelle: iBusiness; Umfrage EY März 2015, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft